Triggerpunkttherpie

In der Triggerpunkt-Therapie geht man davon aus, dass mikroskopisch kleine, krampfartige Knoten in verhärteten Muskelsträngen Ursache und Auslöser vieler körperlicher Probleme sind.

Das grundlegende, charakteristische Merkmal eines Triggerpunktes ist, dass er mitunter stark ausstrahlende Beschwerden verursacht.

  • beispielsweise können aktive Triggerpunkte, die im unteren Rücken und Gesäß lokalisiert sind, das gesamte Bein hinunter Schmerzen verursachen und so das Bild eines Bandscheibenvorfalls vortäuschen – es ist aber „nur“ ein verkrampfter Muskel
  • so ist es für Patienten, die zB starke,  ziehende Schmerzen tief im Schultergelenk und vorne am Oberarm verspüren, die manchmal sogar bis in die Hand hinunter ausstrahlen, oft erstaunlich, dass der Therapeut durch Drücken hinten am Schulterblatt exakt sein Beschwerdebild reproduzieren kann
  • Triggerpunkte im Nacken und am Hals  können für  Kopfschmerzen, Schwindel, Seh- und Hörstörungen, Schluckbeschwerden oder eingeschränkte Beweglichkeit verantwortlich sein. Wenn vom Neurologen, HNO-oder Augenarzt abgeklärt ist, dass dem Problem keine organische Ursache zugrunde liegt, ist das Lösen der Triggerpunkte häufig sehr effizient – die Lösung des Problems

So ist es für Betroffene spürbar und nachvollziehbar, dass die Ursache ihres Problems häufig nicht dort zu finden ist, wo sie ihren Schmerz fühlen – sie kann sogar relativ weit entfernt liegen!

Wird dieses Phänomen nicht erkannt und berücksichtigt, ist die Therapie oft erfolglos. Um Probleme dauerhaft zu lösen, muss die Ursache behoben werden – der Schmerz muss dort behandelt werden, wo er entsteht!!!

Durch das Lösen/Deaktivieren vorhandener Triggerpunkte werden scheinbar therapieresistente Beschwerden oft erstaunlich schnell und anhaltend besser.

Bleiben Triggerpunkte unbehandelt, können in ihrem Ausstrahlungsgebiet wiederum neue Triggerpunkte entstehen – durch diese „Verkettung“ kann sich das Beschwerdebild immer mehr ausbreiten und komplexer werden.