Beckenbodenrehabilitation

Das Becken und der Beckenboden – „tragende Mitte“ unseres Körpers

Als Beckenboden wird der muskuläre Boden des knöchernen Beckens bezeichnet. Da die Körperöffnungen in diese „Weichteilplatte“ eingebettet sind, kommt dem Beckenboden eine zentrale Aufgabe bei der Speicherung und Entleerung von Harn und Stuhl – also der Sicherung der Kontinenz – zu.

Aber auch dem Rücken geben die Beckenbodenmuskeln wichtigen Halt, da sie sich zwischen Schambein und Steißbein aufspannen und so eine „elastische Weichteilbrücke“ zwischen Bauchmuskulatur und Rückenmuskeln bilden.

Mögliche Störungen:
Folgen einer Beckenbodendysfunktion können Inkontinenz, Senkung der Beckenorgane, Blasen-und Darmfunktionsstörungen, gestörte Sexualfunktion oder Schmerzen – auch unspezifische Rückenschmerzen – sein.

Jede Beckenbodendysfunktion mindert oder nimmt Lebensqualität! Betroffenen fällt es oft schwer über ihre Krankheit zu sprechen, weil das Probem den „Intimbereich“ des Körpers betrifft. Nicht zuletzt deswegen haben diese Patienten oft einen hohen Leidensdruck!

Eine wesentliche Aufgabe der Beckenboden-Rehabilitation kommt daher – situationsangepasst – neben der Kräftigung und Entspannung der Muskulatur auch dem Aufbrechen von „Tabu-Themen“ zu.